Grippeimpfung - Jetzt!

Influenzainfektionen sind schwere Atemwegserkrankungen, die besonders bei Menschen über 50 Jahren zu einer erheblichen Übersterblichkeit beitragen. Die Impfung muss wegen der großen Mutationsfreudigkeit des Virus jährlich erneuert werden. Fast jedes Jahr kommt es zu einer Epidemie, welche in Österreich zu einer Übersterblichkeit von mehr als 1.000 Personen führt.

In Österreich ist die Durchimpfungsrate noch viel zu gering – auch bei chronisch kranken Kindern. Da Influenza bei jungen Säuglingen besonders schwer verlaufen kann, ist eine Impfung für Betreuungspersonen (Eltern, Großeltern etc.) angezeigt, solange diese Kinder noch nicht selbst geimpft werden können.
Die Impfung der Kinder ist wichtig, weil diese eine besonders hohe Infektionsrate haben und Schlüsselpersonen für die Ausbreitung der Erkrankung darstellen, d.h. die Impfung von Kindern schützt die Senioren zusätzlich.
Die Impfung gegen Influenza ist auch während der Influenza-Saison noch sinnvoll, solange der Impfling noch nicht angesteckt worden ist bzw. selbst noch keine Krankheitszeichen aufweist.
Die Impfung wird als gut verträgliche Totimpfung wegen der besonderen Gefährdung auch für Schwangere (im 2. und 3. Trimenon) vor (und ev. auch noch während) der Influenzasaison (Oktober bis März) zum eigenen Schutz und zum Schutz des Neugeborenen empfohlen.

 

Angesichts der nachgewiesenen Wirksamkeit und Sicherheit der international zugelassenen Influenza-Impfstoffe ist deren Anwendung in allen Ländern empfohlen, wo eine epidemiologische Überwachung eingerichtet ist und wo eine Verminderung der Influenza und ihrer Komplikationen ein vorrangiges Anliegen des öffentlichen Gesundheitswesens ist. Im Idealfall sollten alle Personen die Gelegenheit zur Impfung gegen Influenza erhalten.
Daten der Durchimpfungsrate zeigen, dass sogar in industrialisierten Ländern große Teile der Risikobevölkerung die Influenza-Impfung nicht erhalten. Die WHO ermutigt daher zu Initiativen zur Hebung des Bewusstseins über Influenza und Influenza-Impfung bei Personen im Gesundheitswesen und in der Allgemeinheit und ermutigt zur Festsetzung nationaler Ziele für die Durchimpfungsrate.

Influenza-Impfschema für Kinder

7. – 36. Monat

0,25 ml; bei Erstimpfung 2 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen*

3 – 8 Jahre

0,5 ml; bei Erstimpfung 2 Dosen im Abstand von mindestens 4 Wochen*

> 8 Jahre

0,5 ml

*Wenn ein Kind (bis zum 8. Lebensjahr) zur Erstimmunisierung nur 1 Dosis erhalten hat, sollten im darauf folgenden Jahr zwei Dosen im Abstand von mindestens einem Monat verabreicht werden; dann jährlich 1 Dosis.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit - www.bmg.gv.at

 

 

Hilfe bei Gräserpollenallergie

Pollenallergien sind die häufigsten Allergien überhaupt, sie sind mit der Immuntherapie sehr gut behandelbar. Jahrzehntelang wurden dabei Extrakte von Gräserpollen zuerst wöchentlich, dann monatlich (und das über mehrere Jahre) per subkutaner Injektion verabreicht.

Jetzt gibt es durch die „Gräsertablette“ einen neuen Therapieansatz:

„Nun haben erstmals Präparate zur oralen Einnahme, der sogenannten „sublingualen Immuntherapie (SLIT) ihre Sicherheit und Wirksamkeit in kontrollierten klinischen Studien bewiesen und wurden EU-weit als Arzneimittel behördlich zugelassen. Die „Gräsertablette“ ist in Österreich seit 2007 durch allergologisch tätige Ärzte frei verschreibbar.

Persönlich kann ich die durch die vorgelegten Studien hoch gelegten Erwartungen nur bestätigen.

(Univ.Doz. Dr. Christof Ebner, in: update Nr. 1, 1/2011)

Nebenwirkungen bei der SLIT (Juckreiz an der Mundschleimhaut und im Rachen) sind normalerweise leicht erträglich und von kurzer Dauer. Sie treten typischerweise nur in den ersten Behandlungstagen auf. Bereits nach einigen Tagen wird die Tablette reaktionslos vertragen, ein erstes gutes Zeichen der Toleranzentwicklung gegenüber dem Allergieauslöser.

In den nächsten Jahren sind Allergentabletten auch für andere wichtige Allergieauslöser wie Hausstaubmilben, Birken- oder Ragweedpollen zu erwarten.

Allergietests, -behandlung und Beratung in unserer Ordination.